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Bleaching – Zähne schonend aufhellen

Gesundes Zahnfleisch ist keine Selbstverständlichkeit. Das größte Risiko: Zahnfleischentzündungen. Die Mehrzahl aller Erwachsenen ist davon betroffen – viele ohne es zu wissen. Die Symptome werden häufig gar nicht wahrgenommen oder ignoriert: Schwellung, Rötung des Zahnfleisches und vor allen Dingen Zahnfleischbluten. Sie sind jedoch ein deutlicher Hinweis auf eine beginnende schwerwiegende Erkrankung, die Parodontitis.

Wenn man im Frühstadium nichts unternimmt, dringt die Entzündung tiefer in das Zahnbett ein und zerstört im Laufe der Zeit den Knochen. Dieser wird durch schwammiges Bindegewebe ersetzt, das der Körper bildet, um den Defekt aufzufüllen. Doch dieses Ersatzgewebe ist nicht stabil genug, um den Zahn fest in seiner Position zu halten. Die Zähne beginne zu wackeln und können schließlich verloren gehen.

Die Hauptursache für entzündliche Zahnfleischerkrankungen – die so genannte Parodontitis – sind bakterielle Zahnbeläge und Zahnstein. Werden diese Ablagerungen nicht regelmäßig und ohne Rückstände entfernt, schieben sie sich wie ein Keil zwischen die Zähne und Zahnfleisch. So kommt es zu Zahnfleischtaschen, die für das weitere Fortschreiten der Erkrankung verantwortlich sind.


Denn darin herrschen für Bakterien ideale Lebensbedingungen. Für die Zahnbürste nicht erreichbar, können sie sich ungehindert vermehren und die Gewebe des Zahnhalteapparates im Laufe der Zeit zerstören. Regelmäßige Prophylaxe – heimische Zahnpflege und professionelle Zahnreinigung durch die Prophylaxehelferin – ist deshalb nicht nur die beste Vorbeugung gegen Parodontitis, sondern bei beginnenden Erkrankungen gleichzeitig auch die erste Behandlungsmaßnahme.

Warnzeichen für eine beginnende Parodontitis:

  • Zahnfleischbluten beim Zähneputzen, bei Berührung oder beim Essen
  • Schwellungen und Empfindlichkeit des Zahnfleisches
  • Ständige Probleme mit Mundgeruch und Geschmack
  • Scheinbares „Längerwerden“ der Zähne durch zurückgehendes Zahnfleisch

Tückische Parodontitiskeime gefährden den gesamten Organismus!

Parodontitiskeime gefährden nicht nur die Mundgesundheit, sondern stellen eine Bedrohung für den gesamten Organismus dar. Über das Zahnbett schleusen sich die Bakterien in die Blutbahn ein und siedeln sich auf diesem Weg auch in anderen Bereichen des Körpers an. Dort setzen die Keime Giftstoffe frei, die zu schweren Folgeerkrankungen führen können. So tragen Menschen mit Parodontitis ein deutlich erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall. Zudem können Diabetes mellitus, Osteoporose und Atemwegserkrankungen verstärkt werden. Bei Schwangeren mit Parodontitis besteht ein erhöhtes Risiko einer Frühgeburt.
 
 
Scaling: Standardtherapie
 
Fester Bestandteil der Therapie ist zudem die Entfernung aller harten und weichen Ablagerungen unter dem Zahnfleisch mit Spezialinstrumenten, Zahnärzte sprechen dabei von einem Scaling. Außerdem müssen die Zahnfleischtaschen gereinigt und desinfiziert werden. Je nach Empfindlichkeit der Zähne, Tiefe der Taschen und Ausmaß der Ablagerungen führen wir diese Behandlung unter örtlicher Betäubung durch, so dass weder Stress noch Schmerzen zu befürchten sind.
 
 
Gesteuerte Gewebegeneration: Therapie bei schwerer Parodontitis
 
Bei schweren Parodontitis-Erkrankungen, insbesondere wenn schon der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen ist, reichen Hygienemaßnahmen und das Scaling allein nicht mehr aus. Hier sind wir als spezialisierte Zahnärzte gefragt mit tiefergehenden Methoden die Zahnhälse bis zur Wurzel säubern und sogar das fehlende Knochengewebe regenerieren. In der Medizin spricht man dabei von einer gesteuerten Geweberegeneration (Guided tissue regeneration). Für diesen Eingriff verwenden wir eine Membran, die wir – wie eine Zeltplane- über den knöchernden Defekt unter die Mundschleimhaut legt. Unter der Membran können sich die Knochenzellen regenerieren und den geschaffenen Hohlraum besiedeln, ohne dass dieser Prozess durch schnell einsprießende Weichgewebsfasern gestört wird. Zusätzlich kann mit körpereigenen oder körperfremden Knochengewebstransplantaten eine Beschleunigung des Knochenwachstums herbeigeführt werden. Außerdem können die Parodontitis-Keime mit modernen Labortests heute genau identifiziert werden, so dass eine zielgerichtete Behandlung mit Antibiotika möglich ist. Durch Kombination dieser Maßnahmen können oft sogar Zähne gerettet werden, die infolge des Knochenabbaus bereits locker sind. Als ergänzende Maßnahme ist mit Hilfe mikrochirurgischer Techniken sogar die Rekonstruktion von zurückgewichenem Zahnfleisch an den Außenflächen der Zähne möglich.
 
 
Wovon hängt der Erfolg der Behandlung ab?
 
Parodontitis wird durch Bakterien verursacht. Eine der wichtigsten Voraussetzungen für den Erfolg des Behandlungskonzeptes ist deshalb die konsequente Mitarbeit des Patienten – das heißt regelmäßige professionelle Zahnreinigung durch die Prophylaxehelferin und gründliche Heimpflege, jeden Tag. Denn eine erneute Ansammlung von bakteriellen Ablagerung führt zum Rückfall und mit hoher Wahrscheinlichkeit zum Verlust des Zahnes.

Risikofaktoren im Überblick:

  • Schlechte Mundhygiene
  • Diabetes
  • Rauchen
  • Veranlagung
Konsequente Zahnpflege und regelmäßige Kontrolle ist die wichtigste Voraussetzung für den Erfolg der Therapie!
 
 
Die Möglichkeiten der modernen Parodontitis-Therapie im Überblick:
  • Diagnostik:
    Röntgenuntersuchung, Messung der Zahnfleischtaschentiefe sowie Bakterien- und Gentests
  • Konservative Therapie:
    Professionelle Zahnreinigung, Entfernung tiefer Ablagerungen und Glättung der Wurzeloberflächen unter dem Zahnfleisch (Scaling und Rootplaning)
  • Operative Therapie:
    Behandlung tieferer Taschen unter Sicht, Knochenaufbaumaßnahmen (Guided tissue regeneration), Korrekturen des Zahnfleischsaums

Wir sind eine zertifizierte parodontologische Praxis. Die Therapien werden mit modernster Lasertechnologie durchgeführt.